ICAN 64 Nordhausen

Nach einer Langdistanz, wie dem OstseeMan, sollte man dem Körper Ruhe gönnen. Schließlich geht die Belastung weit über das hinaus, was man wohl noch als gesunden Ausdauersport bezeichnen könnte. Was macht man aber nur, wenn direkt 7 Tage danach mein Lieblingstriathlon stattfindet? Der ICAN Nordhausen war 2015 mein erster Triathlon. Seitdem war ich jedes Jahr am Start. Die letzten drei Jahre auf der ausgetragenen Mitteldistanz, in diesem Jahr aber nur wie 2015 auf der ICAN64-Strecke(1/53/10). Ob ich nach 7 Tagen überhaupt irgendwie wieder fit sein könnte wusste ich vorher nicht, also hatte ich mich schon im vornherein darauf eingestellt nicht zu viel von mir selbst zu erwarten. Insgeheim wollte ich natürlich trotzdem zumindest schneller sein als 2015.

Um 8:05 Uhr erfolgte dann der Start am Sundhäuser See. Die ersten 500m fühlten sich eigentlich noch ganz gut an, dann kam aber schon der man mit dem Hammer. Verdammt ging das heute schnell. Die letzte Boje konnte ich leider wegen der tief stehenden Sonne kaum sehen, aber ich schwimme doch gerne auch mal 80m extra. Die Zeit mit 17:30min für 1080m Schwimmen ist für mich echt nicht verkehrt.

Beim Wechsel konnte ich noch ein paar Positionen gutmachen, so dass ich auf Position 4 liegend auf die Radstrecke wechselte. Und dann der Supergau. Meine hintere Flasche verabschiedet sich auf einer etwas ruckeligen Straße gut 2km nach dem Wechsel. Das war’s also mit dem Verpflegungskonzept 😂

Das Radfahren fühlte sich wirklich schwerfällig an und überhaupt nicht rund. Bei Kilometer 15 konnte ich dann auf Position drei auffahren und bei Kilometer 40 auch den 2. Platzierten einsammeln. An der Verpflegungszone hatte ich mich so sehr auf die gereichte Radflasche gefreut, einen kleinen Schluck getrunken und dann die Flasche hinten in den Flaschenhalter gesteckt für später, wenn es bergauf geht. Blöd nur, wenn die Flasche einfach durchrutscht. Der Flaschenhalter ist wohl beim Herausnehmen des Rades aus dem Radständer in der Wechselzone gebrochen. 😅 Leider bin ich vom bisher 2. Platzierten nicht so richtig weggekommen, und hatte in der Wechselzone nur ein paar Sekunden Vorsprung auf Platz 3 und gut 2 Minuten Rückstand auf Platz 1.

Irgendwie haben aber doch die 247 Watt Normalized Power für den schnellsten Radsplit gesorgt.

Das Laufen war dann aber einfach nur ein Graus. Jetzt weiß ich, warum man so kurz nach einer Langdistanz dem Körper etwas Zeit zur Regeneration geben sollte. Schon nach einem Kilometer lag ich auf Platz 3 und Stephan Knopf, der laufstarke Triathlet vom Orthim-Team kam immer näher. Ich bin beim Laufen wirklich an meine Belastungsgrenze gegangen, musste mich ihm aber gut 200m vor dem Ziel geschlagen geben und kam auf dem undankbaren 4. Platz ins Ziel, aber was soll man schon mit einer Zeit von 42:32min über 10km reißen. Am Ende haben 2:12 min. auf Platz 1 gefehlt.

Glückwunsch an die Top 3 zur soliden Leistung und vor allem auch an Anne und Lukas für das super Finish. An der Startlinie mit so tollen Menschen zu stehen macht immer besonders viel Spaß.

Die Motivation für die kommende Saison ist aber auf jeden Fall da 🤘Für dieses Jahr war es aber vorerst der letzte Triathlon. Ein Langstreckenschwimmen und ein Radrennen stehen zwar noch an, das wird aber eher just for fun. 2020 wird dann in der AK30 angegriffen 😄

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