26. Internationales Müggelseeschwimmen

Mich bei einem Schwimmwettkampf anzutreffen ist wirklich ein seltenes Bild. Meine erste Freiwassererfahrung habe ich 2015 beim Müritzseeschwimmen noch vor meinem ersten Triathlon gesammelt und nun also die zweite Freiwasserveranstaltung. Dieses Mal 3,5km einmal quer über den Berliner Müggelsee. Da der See, für Berliner Verhältnisse, direkt um die Ecke meines alten Wohnorts liegt war die Teilnahme eh schon lange überfällig. Dieses Jahr sollte es endlich zeitlich passen. Am meisten freute ich mich aber darauf, dass meine Mama und meine Schwester Amina auch mit am Start standen 💪

Mit leichtem Schlafmangel, durch einer vortägigen Hochzeit, ging es durch den Spreetunnel zum Start bei der Seglergemeinschaft am Müggelsee. Durch den anhaltenden Regen wurde zwar etwas die Wettkampfvorfreude gedrückt, aber kurze Zeit später wurde man ja eh nass. Gestartet wurde in mehreren Wellen à 70 Teilnehmern, um das Gedränge auf der Strecke zu entzerren.

Diejenigen die sich am zeitigsten angemeldet haben durften auch zu erst ins Wasser. Die Wellen starteten alle 3 Minuten und ich war in Nummer 5 dran.

Nachdem man über einen Steg ins Wasser gesprungen ist, erfolgte ein Wasserstart und auf ging es quer über den See. Am Anfang kam ich sehr gut in meinen Rhythmus und fand sogar ein paar Beine um mich ranzuhängen. Irgendwann würde es mir dann aber doch zu langsam und ich suchte meinen eigenen Weg. Von Boje, zu Boje, zu Boje…. und auf einmal kam keine Boje mehr. Kurz angehalten zur Orientierung und in der Ferne ein Boot mit Blaulicht gesehen. Na die Richtung wird schon stimmen. Leider wurde es dann ziemlich ruhig um mich herum und ich musste mit Erschrecken festellen, dass ersten niemand mehr in meiner Nähe schwimmt und zweitens das blöde Boot sich bewegt und zwar nicht zum Ziel. Irgendwo konnte ich dann doch wieder ein paar Schwimmer sichten und machte mich etwas motivationslos auf in die richtige Richtung. Als ich dann nach einer gefühlten Ewigkeit wieder Schwimmer in meiner Nähe hatte kam dann auch die Motivation zurück.

Kurz vor dem Ziel driftete ich dann wieder etwas ab, mittlerweile hatte sich dann doch einiges an Wasser in meiner Schwimmbrille gesammelt, und ich verlor erneut ein paar Positionen.

Nach 1:03:50 h über 3,5km ohne Neo und einigen Zusatzmetern kam ich dann endlich ins Ziel, wo die restliche Familie, die nicht gestartet ist, wartete. Es gibt kaum etwas schöneres, als ins Ziel zu kommen und als erstes die eigene Familie zu sehen.

Und wer hätte es gedacht, zu guter letzt hat meine Schwimmleistung sogar für einen 3. Platz in der Altersklasse und einen 53. Gesamtplatz der Männer gereicht. Besonders stolz bin ich aber auf Amina, die nur 6 Minuten nach mir im Ziel war und meine Mama die startend in der AK60 die läppischen 3,5km auch in 1:40h runtergerissen hat 💪💪💪💪💪

Meine Paradedisziplin wird das Schwimmen aber trotzdem nie werden und ich bin jedes Mal froh, wenn es danach auf’s Rad geht. Und weil das Radfahren so schön ist, wird mein nächster Wettkampf zur Abwechslung ein Straßenradrennen. 😉

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